1. Home
  2. News & Insights
  3. Gemeinsam in die digitale Zukunft: Uhlmann Group schließt Factory-X Projekt erfolgreich ab

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Projekts Factory‑X ist ein zentraler Meilenstein für die vernetzte Industrie erreicht. Als aktiver Partner hat die Uhlmann Group gemeinsam mit 47 Konsortialpartnern und 10 assoziierten Partnern daran gearbeitet, einen offenen, sicheren und interoperablen Datenraum für die ausrüstende Industrie aufzubauen. Ziel war es, industrielle Daten über Unternehmensgrenzen hinweg nutzbar zu machen – souverän, standardisiert und praxisnah. 

Datenräume werden industrietauglich  

Factory‑X hat demonstriert, dass die Kooperation ganz unterschiedlicher Partner aus Industrie und Forschung die Basis für die nächste Stufe einer erfolgreichen praxisrelevanten Digitalisierung ist. Erst ein gemeinsamer Datenraum ermöglicht die Effizienz- und Produktivitätsgewinne, für die Begriffe wie Digitalisierung und Industrie 4.0 stehen. Mit dem MX‑Port als technische Integrationsarchitektur wurde eine branchenübergreifend einsetzbare Grundlage geschaffen, die den multilateralen Austausch industrieller Daten ermöglicht. Standardisierte Schnittstellen, gemeinsame Datenmodelle und interoperable Datenflüsse bilden die Basis für skalierbare datenbasierte Services, effizientere Prozesse und resilientere Wertschöpfungsketten. 

Für die Uhlmann Group ist diese Entwicklung von strategischer Bedeutung. „In Datenräumen werden industrielle Daten souverän und standardisiert nutzbar gemacht. Damit werden aus einzelnen Digitalisierungsinitiativen vernetzte Lösungen, die Serviceprozesse beschleunigen, Anlagenverfügbarkeit erhöhen und neues Geschäft ermöglichen.“, sagt Bastian Brinkmann, Head of Corporate Future Lab. „Factory‑X hat hier echte Pionierarbeit geleistet.“  

Für Uhlmann liegt der Mehrwert von Factory‑X in zwei zentralen Perspektiven: in der gezielten Nutzung von Daten im eigenen Geschäftsbetrieb – Make Data Work FOR US – und in der Weiterentwicklung des zukünftigen datenbasierten Lösungsportfolios für Kunden – Make Data Work FOR OUR CUSTOMERS.  

Die Chancen im eigenen Geschäftsbetrieb liegen beispielsweise im Austausch von Dokumenten und Daten mit Lieferanten und Kunden, in transparenteren und effizienteren Prozessen oder beim Betrieb der eigenen Fertigungsmaschinen. Dieser interne Mehrwert für Uhlmann wurde im Projekt unter anderem anhand eines Demonstrators in der eigenen Teilefertigung erschlossen: Gemeinsam mit Partnern wurden Daten einer Dreh-Fräs-Maschine genutzt, um Lösungen für die energetisch optimierte Fertigung und für Condition Monitoring zu entwickeln und praxisnah zu demonstrieren.  

Gleichzeitig eröffnet Factory‑X neue Chancen für das zukünftige Lösungsportfolio der Uhlmann Group: Daten werden zur Basis für skalierbare digitale Services, neue Formen der Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern sowie für Lösungen, die Maschinenleistung, Verfügbarkeit und Produktivität nachhaltig verbessern. Dies gilt es perspektivisch auch als konkrete Kundenlösungen verfügbar zu machen.  

 

Der PacXplorer als Demonstrator datenraumbasierter Lösungen 

Wie datenbasierte Lösungen zukünftig in der konkreten industriellen Anwendung funktionieren können, hat Uhlmann gemeinsam mit SAP auf der HANNOVER MESSE 2026 gezeigt. Auf Basis einer Hightech-Verpackungsmaschine der Uhlmann Pac-Systeme dient der PacXplorer als Demonstrations- und Entwicklungsplattform für das Zusammenspiel aus Digital Twins, Condition Monitoring, Smart Services und SAP Business AI innerhalb eines offenen Datenökosystems. 

Entstanden aus der Zusammenarbeit im Rahmen von Factory-X, verbindet der PacXplorer Maschinen-, Betriebs- und Servicedaten in einem interoperablen Kontext. Die Uhlmann-Demonstrationslösung ist vollständig in SAP-Systemlandschaften integriert und wird im realen Produktionsumfeld betrieben. Damit wird sichtbar, was Factory-X ermöglicht: Transparenz über Anlagenzustände, datenbasierte Services und neue Formen der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit – nicht nur als Konzept skalierbarer Lösungen, sondern umgesetzt und demonstriert im laufenden Betrieb. 

Service neu denken – resilient und KI‑gestützt 

Besonders deutlich wird der Mehrwert vernetzter Datenräume im Service. Zustandsüberwachung und daraus abgeleitete Services wie Ersatzteile, Instandhaltung und Prozessoptimierung sind entscheidend für Produktivität und wirtschaftlichen Erfolg von Maschinenbauern und -betreibern. Datenräume schaffen die technologische und organisatorische Basis, um Maschinen- und Servicedaten sicher nutzbar zu machen und daraus leistungsfähigere Serviceangebote zu entwickeln. In Kooperation mit SAP entwickelt Uhlmann beispielsweise KI-gestützte Prozesse, die Serviceanfragen automatisiert strukturieren, passende Ersatzteile identifizieren und Angebote schneller erstellen. 

Das Ziel: Entscheidungsfähigkeit unter Unsicherheit stärken. Statt auf Sicherheitsbestände und Puffer zu setzen, entstehen resiliente Wertschöpfungsmodelle durch Transparenz, Datenqualität und intelligente Prozessintegration.  

Die Uhlmann Group und SAP setzen ihre Zusammenarbeit weiter fort: Der PacXplorer wurde bereits in der SAP S.Factory in Walldorf aufgebaut und in Betrieb genommen. Er dient dort als Plattform für Kunden, Partner und Co-Innovation mit dem Ziel, industrielle Transformation kontinuierlich weiterzuentwickeln. „Für uns bei der Uhlmann Group ist klar: Wir gehen diesen Weg nachhaltig und mit Nachdruck weiter, gemeinsam mit starken Partnern und einem klaren Fokus auf datenbasierte Innovation.“ bestätigt Prof. Dr.-Ing. Matthias Niemeyer, CEO Uhlmann Group.